Linsen kochen

Linsen kochen

„Die schlechten ins Kröpfchen, die guten ins Töpfchen“. Linsen kochen à la Aschenputtel. Mais non! Wir wollen Ihnen hier ja keine Märchen auftischen. Viel mehr ist es unser Begehr, Ihre Neugier für das fortschrittliche Linsenkochen zu wecken und Sie Schritt für Schritt zum Ziel Ihres Kochwunsches zu führen. Wir informieren Sie über Herkunft und Arten, dann zeigen wir Ihnen, wie Sie Linsen auf den Punkt richtig zubereiten. So gelingen Linsengerichte doch gleich viel besser. Halten Sie schon einmal Kochtopf, sowie Rührlöffel bereit und freuen Sie sich auf eine märchenhaft schöne Einweisung in unser heutiges Thema: „Linsen kochen“.

Rote  Linsen, gelbe Linsen, braune oder lilafarbene, auch schwarze Linsen — Aussehen und Zubereitung

Wunderbar vielseitig, kräftig im Geschmack und zudem noch farbenfroh. Zudem sind sie ausgesprochen nahrhaft und vitaminreich. So enthalten 100 g getrocknete Linsen viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine wie zum Beispiel Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Beta-Carotin, Vitamin E, Vitamin B1, B2, B6, Folsäure und Vitamin C. Das früher als „Arme-Leute-Speise“ verschriene Linsengericht wechselte aufgrund seiner hohen Variationsmöglichkeiten sein derbes Image. Heute werden Linsenspezialitäten in namhaften Restaurants gereicht und sind auch weiterhin vom  heimischen Küchenherd kaum wegzudenken.

Wer Linsen kaufen will, sollte wissen, welche Linsenart später seinen Teller zieren darf.So unterscheidet man die Linsen je nach Größe in: Zuckerlinsen (4 bis etwa 5 mm), Mittellinsen (5 bis circa 6 mm), Tellerlinsen ( 6 bis schätzungsweise 7 mm) und Riesenlinsen (größer als 7 mm). Geschätzt und beliebt sind: Beluga-Linsen, gelbe und rote Linsen, Du Puy Linsen und die „gewöhnlichen“ Tellerlinsen. Die einzelnen Sorten variieren in ihrer Farbgebung und sind in getrockneter (meist verpackter, geschälter oder ungeschälter) Form auf dem Markt erhältlich und für Gerichte wie etwa Linsengemüse, Linsensuppe, Belugalinsensalat oder Linsengratin hervorragend geeignet.

Doch welche Pflanzengattung verbirgt sich hinter der uns bekannten Linse?

Linsen kochen — Wissenswertes aus der Botanik-(Küche)

Die Linse, auch Erve oder Küchenlinse (Lens culinaris) zählt zu der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).Vermutet wird, dass sie von der wilden Lens orientalis abstammt.

Ihre Gestalt ist von krautiger Natur. Die Linse bildet einen behaarten, zudem verzweigten Stängel aus und erreicht im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von 10 bis 50 cm. Paarig gefiederte, wechselständige Laubblätter mit zusätzlich weiteren vier bis zwölf paarig angereihten Fiederblättchen sind das Kennzeichen einer Pflanze, welche vorzugsweise auf mergeligem, kalkhaltigen, sandigem oder auch lockerem Lehmboden am besten gedeiht. Die Linse blüht in den Monaten April bis September. Hierbei bildet sie kurz gestielte, kahle Fruchtknoten. Gekocht und verzehrt werden ausnahmslos die Samen. Anbaugebiete der Linse sind: Spanien, Frankreich, Russland, USA, Kanada, Chile, Argentinien und Vorderasien. Der Linsenanbau in Mitteleuropa erlangt eher Seltenheitswert.

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Verschiedene Linsenarten und ihre Besonderheiten

  • Immer wieder gerne genommen: die Tellerlinse. Ihre vornehmlich dicke Schale macht sie zur Lieblingszutat für gehaltvolle Eintöpfe. Linsen kochen mit Tellerlinsen macht Spaß, da sie während des Kochvorgangs leicht aufplatzen und danach wunderbar zu Püree verarbeitet werden können.
  • Die sogenannten Belugalinsen zeichnen sich durch geringe Größe, schwarze Einfärbung, feinen Geschmack und feste Konsistenz aus.  Sie werden gerne in der gehobenen Gastronomie serviert.
  • Die nussig schmeckende Linsensorte namens Puy kommt aus Frankreich. Sie bereichert Salate und gilt genau wie die Beluga- oder Kaviarlinse als edel und extrem appetitlich.
  • Aus Indien stammen die roten Linsen. Diese Linsenart ist vorgeschält im Handel erhältlich und gilt als wichtige Zutat für das indische Nationalgericht „Dal“. Auch gelbe Versionen werden nach der Ernte von ihrer Schale befreit, was in vielerlei Hinsicht die Weiterverarbeitung erleichtert.
  • Sie möchten Linsen lagern, wissen aber nicht wie? Da Linsen keine hohen Ansprüche haben, reicht es vollkommen aus, sie dunkel und trocken unterzubringen. Wichtig ist, dass sie während der Lagerzeit in ihrer möglichst luftdichten Verpackung bleiben. Angebrochene Packungen gehören in den Kühlschrank, da sie sonst schnell zur Schimmelbildung neigen, was sie für den Küchengebrauch untragbar macht.

Stellen Sie den Herd an — Wir legen mit dem Linsenkochen los

Die Zubereitung von Linsen gestaltet sich insgesamt einfach, aber manchmal etwas zeitaufwendig. Ungeschälte Linsen sollten vor der Zubereitung eine Nacht im Wasser verbringen und gut gesäubert werden. Wenn Sie diese Linsen kochen, beträgt die Kochzeit je nach Sorte circa 30 bis 60 Minuten. Bei kleineren Linsenarten, aber auch vorgeschälten, kann dieser Prozess übergangen werden. Sie dürfen direkt in den vorbereiteten Topf (Kochzeit: 20 bis etwa 30 Minuten). Hier gilt die Regel: Je älter die Linsen, desto länger die Kochzeit!

Die Grundanleitung: Linsen kochen

Linsen lesen war früher an der Tagesordnung. Es galt, schlechte Linsen und auch etwaige Steinchen auszusortieren. Abgepackte Linsen sind hochwertig und meist frei von „Abfallprodukten“. Getreu dem Sprichwort: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, sollten Sie einen genauen Blick auf  Ihre Linsen werfen. Ist dies geschehen reinigen Sie Ihr Gut unter kaltem, fließendem Wasser. Nun geben Sie die Linsen in einen Kochtopf. Fügen Sie Wasser hinzu und bringen Sie dieses zum Kochen. Danach reduzieren Sie die Kochtemperatur ein wenig. Die Linsen dürfen bis zum Garzustand noch etwas weiterköcheln. Haben die Linsen das gesamte Wasser aufgesaugt, sind sie gar. Nun ist es an der Zeit, die Linsen von der Kochplatte zu nehmen und sie sehr gut abtropfen zu lassen. Die Würzung der Linsen erfolgt zu Ende des Kochvergnügens mit Salz und Pfeffer.

Ob Linsenpüree (vorwiegend rote Linsen) oder Linsensuppe ( braune oder gelbe Linsen) oder eine Eigenkreation. Wer das Linsen-Handwerk versteht, für den wird das Linsenkochen zum Kinderspiel. Wie wäre es denn zum Beispiel mal mit Linsenkompott, Linsenallerlei, sowie Linsenbrot — oder erfinden Sie die Linsenküche doch einfach neu. Ihrer Fantasie und Ihrem Einfallsreichtum sind schier keine Grenzen gesetzt. Probieren Sie sich ruhig aus. Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen und würden uns über extravagante Linsenrezepte sehr freuen.

Sie bräuchten noch den einen oder anderen Ratschlag zum Thema „Linsen kochen„? Herzlich gerne beantworten wir Ihre Fragen und wünschen Ihnen wie immer einen ausgezeichneten Appetit.

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