Fisch auftauen – schnell oder langsam?

Fisch auftauen

Fisch auftauen klingt kinderleicht. Sie gehen in ein Lebensmittelgeschäft, kaufen eingefrorenen Fisch, kommen nach Hause, legen die Tiefkühlpackung auf den Küchentisch und warten, bis der Fisch Beine bekommt und vor Ihnen in die Pfanne hüpft? Sicherlich nicht, jedenfalls nicht so! Denn auch beim Fisch auftauen gibt es tatsächlich eine Menge zu beachten.

Um Sie vor dem einen oder anderen Malheur zu bewahren, haben wir für Sie die besten Tipps und Tricks zum Thema „Fisch auftauen“ zusammen getragen. Beherzigen Sie die einzelnen Schritte, winken ein zarter Fischgenuss und viele zufriedene Gesichter.

Tiefkühlfisch — Jetzt mal „Butter bei die Fische“

Den Fisch auf Eis gelegt. Auf dem Wochenmarkt, aber auch in großen Lebensmittelgeschäften mit Fisch-Theke liegen sie in Reih und Glied auf jenem eisigen Untergrund, der sie – für eine kurze Weile – frisch und saftig hält. Nicht gefroren, aber doch gut gekühlt, lockt die meist tagesfrische Kost Gourmets und Meerestier-Genießer an. Fische von der Frischetheke sind für den direkten Genuss gedacht. Zwar können sie im Notfall im Kühlschrank noch einen Tag aufbewahrt werden, sollten aber spätestens dann den Weg in die Pfanne oder in den Backofen nehmen.

Sind Sie ein Mensch, welcher sowohl Frischkost, als auch eine vernünftige Vorratshaltung zu schätzen weiß? Dann werden Sie sicherlich gerade die Tiefkühlkost nicht vollends verschmähen.

Wie kommt es eigentlich zum Tiefkühlfisch? Nach dem Fang auf hoher See wird der Fisch noch auf dem Fabrikschiff zeitnah versorgt und eingefroren. Das frühe Einfrieren bringt automatisch eine Kostenersparnis (keine aufwendigen Logistik-Maßnahmen erforderlich) mit sich, welche sich später in einem günstigen Verkaufspreis widerspiegelt.

Frischer Fisch — Gefrorener Fisch

Beide haben Ihre Qualitäten, können aber, was Geschmack, Färbung und Geruch betrifft leichte bis mittelstarke Abweichungen aufweisen. Schonend aufgetaute Fisch-Produkte verlieren kaum an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, so dass sie durchaus als gesunde, hochwertige Energielieferanten bezeichnet werden dürfen.

Anders wie beim „Frischfisch“ von der Ladentheke ist das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Tiefkühlpackung selbst ausgewiesen und in der Regel auch gut ablesbar.  Nach Ablauf des MDH’s sollte gerade ein Fisch-Produkt nicht mehr in die Nähe eines Kochtopfes gelangen.

See- und Süßwasserfische gehören zu einer ausgewogenen Ernährung einfach dazu. So sollten sich die überaus schmackhaften Meerestiere wenigstens zwei bis drei Mal die Woche auf unserem Speiseplan wiederfinden. Was aber macht Fisch besonders wertvoll? Sein wunderbar hoher Nährstoffgehalt! Eiweißreich, jodhaltig und kalorienarm ist er, der Fisch in der Lage unsere mentale, sowie körperliche Leistungsfähigkeit nachhaltig zu steigern. „Munter wie ein Fisch im Wasser“— Bereiten Sie die leicht verdauliche Meereskost achtsam zu und essen Sie sich bewusst glücklich. Doch zuvor wollen wir den Fisch auftauen.

Hier bieten sich gleich drei Varianten zur freien Auswahl an.

Fisch auftauen — Diese Wege führen zur köstlichen Speise

Fisch auftauen birgt die Gefahr, dass das natürliche Aroma verlorengeht und der Fisch nach dem Auftauen in sich zusammenfällt. Dies geschieht aber nur dann, wenn wir die Grundregeln des Fischauftauens übergehen. Aber keine Bange. Wir führen Sie professionell in die Materie ein, so dass Sie sich jetzt schon auf Ihr liebevoll zubereitetes Fischgericht freuen.

Die sicherste Methode Fisch aufzutauen besteht darin, ihn über Nacht im Kühlschrank unterzubringen. Die dort herrschenden Temperaturen sorgen für ein langsames, achtsames Auftauen. Der Fisch verliert, wenn überhaupt, nur sehr wenig an Geschmack, riecht frisch und lecker und kann fürs Mittagessen vorbereitet werden.

Präzise Vorgehensweise: Fisch auftauen im Kühlschrank

Gefrorene Fisch-Produkte sind in Plastik-Verpackungen erhältlich. Beim Kauf sollten Sie auf etwaige Schäden (zum Beispiel aufgerissene Packung, angetauter Fisch aufgrund einer unterbrochenen Kühlkette etc.) achten. Wichtig ist, dass sich Ihr Fisch bereits vor dem Auftauen im einwandfreien Zustand befindet und keine sichtbaren Mängel aufweist. Er sollte weder blass aussehen, noch sollte er unangenehm duften.

Zu Hause angekommen, legen Sie Ihren Kauf über Nacht in den Kühlschrank. Lassen Sie den Fisch bei konstant niedriger Temperatur langsam auftauen.

Vorteil dieser Variante:

Geschmack und Konsistenz bleiben in guter Qualität bestehen. Merkliche Unterschiede zum frischen Fisch sind kaum zu erkennen. Nur die Farbe kann sehr dezent von der des Frischfisches abweichen.

Nachteil:

Dieses Verfahren ist etwas zeitaufwendig. Für Eilige deshalb eher ungeeignet. Diese sollten vielleicht eine schnellere Auftau-Art in Betracht ziehen.

Eine weitere zielführende Methode

Es soll möglichst schnell gehen. Sie erwarten abends Gäste und der Fisch befindet sich noch im tiefgefrorenen Zustand. Hier hilft der Plastikbeutel-Tipp:

Nehmen Sie vorzugsweise einen Frischebeutel zur Hand, geben Sie den gefrorenen Fisch hinein und verknoten Sie die Enden des Beutels. Befüllen Sie einen mittelgroßen Topf mit kaltem Wasser. Nun wird es Zeit, den Beutel samt Fisch zu Wasser zu lassen. Sollte der Fisch nicht direkt auf den Topfboden absinken, beschweren Sie ihn mit einem kleinen Teller. Im kalten Wasser taut der Fisch rascher, aber trotzdem noch relativ sanft auf. Zur Kontrolle lohnt es sich, die Auftauqualität im Auge zu behalten.  Drücken Sie mit  Ihrem Finger ins Fischfleisch. Harte Stellen weisen Sie darauf hin, dass der Auftauakt noch nicht ganz abgeschlossen ist.

Achtung:

Auch wenn es noch so verheißungsvoll und verlockend klingt. Fisch auftauen im heißen Wasser hinterlässt ein ungleichmäßig aufgetautes Fischprodukt, dem es leider sowohl an der richtigen Konsistenz, als auch an Wohlgeschmack mangelt.

Resümee  „Plastikbeutel“— Wasserbad:

Der Fisch im Beutel lässt sich im kalten Wasser etwas schneller auftauen. Aber, auch diese Praktik braucht Zeit und Geduld.

(Blitz-) Methothe: Fisch auftauen in der beliebten Mikrowelle

Schnell, praktisch, unkompliziert — absolut zeitsparend. Wenn der Fisch gleich auf den Esstisch soll, ist die Mikrowelle fast die beste Lösung. Legen Sie den gefrorenen Fisch in einen geeigneten Mikrowellenbehälter und stellen Sie Ihre Mikrowelle auf „Defrost“ ein.

Der Auftauvorgang dauert einige Minuten. Aber seien Sie vorsichtig. Garen sollte der Fisch nach Möglichkeit bitte nicht, da er sonst seine schöne Beschaffenheit verliert und Ihnen, noch in der Mikrowelle zu zerfallen droht.

Info:

Trotz der vorteilhaften Schnelligkeit, ist hier ein gutes Händchen gefragt. Ist der Fisch zu lange im „Auftaumodus“ verliert er an Geschmack, Farbe und Konsistenz. Zudem büßt das Fischfleisch an Zartheit ein — Sprich, er trocknet aus und schmeckt zäh.

Zum guten Schluss:

Sie können den gefrorenen Fisch auch direkt zubereiten. Spülen Sie hierzu den Tiefkühlfisch unter warmem Wasser gründlich ab.

Langsames Dünsten in Brühe, in Alufolie gewickelt und auf den Grill gepackt oder Mitkochen in einer Suppe oder in einem Eintopf— Das Ergebnis spricht für sich. Ihr Fisch taut auf und mundet dank Ihrer präzisen Vorgehensweise nicht nur gut, sondern extrem lecker!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Ausprobieren und allzeit frohes Gelingen.

Ihre Kochschule am Kölner Rheinauhafen

Rezept Kategorie: -
Rezepte mit ähnlichen Zutaten:

Die Rezepte könnten dich auch interessieren

Äpfel entsaften

Äpfel entsaften – Saftiger Genuss

Sommer-, Herbst- und Winterapfel — Frohes Kinderlachen, Äpfel…

Tonkabohnen Mousse

Tonkabohnen Mousse

Tonkabohnen Mousse ist eine raffinierte Variante des beliebten…

Gnocchis

Gnocchis

Aus keiner Italienisch Küche wegzudenken, Gnocchis. Hier zeigen…

Kräuter Nuss Füllung

Kräuter Nuss Füllung

Unsere Kräuter Nuss Füllung verleiht deinen Gerichten den…

Garnelen mit Schoko-Dip

Garnelen mit Schoko-Dip

Garnelen mit Schoko-Dip – Garnelen und Schoko, keine…

Hinterlassen Sie einen Kommentar