Champagner

Champagner






Der Champagner, hochwertiger französischer Schaumwein und festliches Luxusgetränk, verkörpert die edelste Form des Genusses. Markenrechtlich geschützt darf nur der in der nördlich von Paris gelegenen Region Champagne in Frankreich angebaute und traditionell gekelterte prickelnde Wein den Titel „Champagner“ tragen.

Strenge Richtlinien sollen die Qualität sichern und den Schaumwein in seiner Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit bewahren: So sind neben dem Anbaugebiet unter anderem auch die Pflanzendichte, Ertragsmenge, Leseart und Gärverfahren vorgeschrieben. Der Champagner wird üblicherweise aus drei Rebsorten gekeltert: Die roten Beeren Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Müllerrebe oder Schwarzriesling) zum einen, die weiße Rebart Chardonnay zum anderen.

Schon zur Römerzeit wurden die ersten Weinreben in der Champagne, dem nördlichsten und sehr kühlen Weinanbaugebiet Frankreichs, gestockt. Seit 1670 ist ein der Region gleichnamiger Wein bekannt, ein damals jedoch noch stiller Weißwein. Um die Frische und Qualität des Weines auf Transportwegen erhalten zu können, wurde der Wein ab 1700 direkt in Flaschen abgefüllt – die Geburtsstunde des heute geschätzten Champagners. Denn in der Flasche setzte unbeabsichtigter Weise eine zweite natürliche Gärung ein, Kohlensäure entstand und verhalf dem Wein zu seiner schäumenden, prickelnden Natur. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Champagner weltweit zum Luxusgetränk und wurde um 1927 per Gesetz markenrechtlich hinsichtlich seines Herkunftsgebiets geschützt. Heute werden pro Jahr circa 385 Millionen Flaschen des besonderen Schaumweins hergestellt.

Herstellung des Champagners

Lediglich der in vier großen Regionen im nördlichsten Weinanbaugebiet Frankreichs hergestellte Schaumwein darf den Namen „Champagner“ auf seinem Flaschenetikett tragen. Die Begrenzung des Gebiets auf etwa 34.000 Hektar wurde 2008 um weitere 40 Gemeinden erweitert, um der zunehmenden Champagner-Nachfrage gerecht werden zu können. Die roten Pinot Noir Trauben werden vor allem in den Bergen von Reims angebaut, die Pinot Meunier – Rebart im Marne-Tal und der weiße Chardonnay insbesondere an der Côte des Blancs. Weitere wichtige Rebflächen, die südlichsten, ans Burgund angrenzend, liegen an der Côte des Bar.

Das Klima in den nördlichen Breitengraden ist kühl. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt gerade einmal bei etwa 10 Grad Celsius. Der Boden in der Champagne ist ideal und ausschlaggebend für die Qualität des Champagners: Die dicke Kreidegesteinsschicht kann zum einen Sonne und Wärme gut reflektieren, wovon die tiefliegenden Trauben profitieren, und zum anderen die Bewässerung der Pflanzen optimal regulieren. In Regenzeiten lässt der Boden überschüssiges Wasser versickern, in trockenen nimmt er genügend Wasser auf, um die Rebstöcke gut zu versorgen. Teilweise bedeckt zusätzlich eine Schicht aus Humus und Lehm den Boden. Hier gedeihen die Rebarten besonders gut.

Wie bereits erwähnt regulieren strenge Vorgaben die Herstellungsweise des Champagners:

Die Pflanzendichte ist höher als in anderen Anbaugebieten angesetzt; die Menge der Trauben, die pro Hektar geerntet und als Most verarbeitet werden dürfen, wird jährlich kurz vor der Weinlese Anfang Oktober festgelegt. Gelesen werden ausschließlich gesunde, reife Trauben und dies per Hand, um die Beeren nicht zu verletzen. In Stahltanks oder Holzfässern wird die Most zur ersten Gärung gelagert. Hierbei entsteht der stille Grundwein. Aus verschiedenen Traubensorten, Lagen und Jahrgängen wird ein sogenannter Cuvée zusammengemischt. Das Mischverhältnis erfordert viel Erfahrung und sorgt für die typische, im Geheimen verborgene Geschmacksnote der Champagner-Marke. In Flaschen abgefüllt und durch ein Zucker-Hefe-Gemisch, den Liqueur de tirage, ausgelöst geschieht die zweite, etwa dreiwöchige Gärung.

Der Restzucker wird in Alkohol umgewandelt, Kohlensäure entsteht und der Flaschendruck steigt auf bis zu 6 Bar an. Anschließend lagert der Wein noch mindestens 15 Monate, bei Spitzenqualitäten wie Jahrgangschampagner sogar einige Jahre. Hefe- und Gärungsreste am Flaschengrund werden durch Rütteltechnik und Degorgieren, d.h. das Öffnen und Abschlämmen der gefrorenen Rückstände, entfernt. Die dadurch verlorene Flüssigkeit wird durch die Dosage, ein Gemisch aus Cuvée, Schaumwein und Zucker, aufgefüllt und dem Champagner dadurch die ihn abschließend prägende Geschmacksnote verliehen.

Geschmacksvarianten des edlen Getränks

Spritzig, aromatisch mit einer feinen Perlage. Den Charakter und die Geschmacksrichtung des Champagners bestimmt die Kombination der Weinsorten und -lagen des Cuvée sowie die Art des Dosage. Der Pinot Noir verleiht dem Champagner eine gewisse Fülle mit fruchtigen Noten von Brombeere und Erdbeere, der Pinot Menuier macht ihn geschmeidig und der Chardonnay sorgt für eine blumige Frische mit Nuancen von Apfel, Stachelbeere und exotischen Früchten. Die Frische bleibt in der Regel nur bei relativ jungem Schaumwein erhalten. Da Reifungsprozesse auch nach dem Degorgieren stattfinden, entwickelt sich der Champagner in der Flasche weiter, die Kohlensäure nimmt mit der Zeit ab, der Geschmack wird harmonischer, die Aromen intensiver. Champagner von guter Qualität können zehn Jahre oder länger reifen.

Je nach Zusammensetzung werden verschiedene Champagner-Arten von unterschiedlichem Geschmack unterschieden:

  • Brut Sans Année: Dieser trockene Champagner mit höchstens 15 Gramm Dosage besteht vor allem aus dem Champagner des jüngsten, gemischt mit Grundweinen älteren Jahrgangs. Nach einer abschließenden Reifezeit von 15 Monaten kann dieser verköstigt werden.
  • Champagner Millésimé (Jahrgangschampagner): Dieser Wein besteht gänzlich aus Grundweinen eines angegebenen Jahrgangs. Erst nach einer abschließenden Reifezeit von drei Jahren im Keller, gelangt dieser in den Handel.
  • Blanc des Blancs: Ausschließlich die weißen Beeren des Chardonnay werden für diesen Champagner verwendet.
  • Blanc des Noirs: Ausschließlich die roten Trauben des Pinot Noir, Pinot Meunier oder einer Mischung beider sind Bestandteil dieses Champagners.
  • Champagner Rosé: Einem aus weißen Grundwein bestehender Cuvée wird ein Schuss Rotwein aus der Pinot Noir Rebart beigemischt.

Weiterhin können sechs Abstufungen, je nach Dosage und Zuckergehalt des Champagners, unterschieden werden: von brut nature, einem sehr trockenen und herben Champagner mit gerade einmal 0 bis 3 Gramm Dosage pro Liter, bis hin zum demi sec Champagner, den mit 33-50 Gramm Dosage eine starke Süße im Geschmack dominiert.

Anlässe für Champagner

Champagner wird üblicherweise zu besonderen Anlässen serviert, etwa bei Feiern, Jubiläen und Geburtstagen. Gereicht als Aperitif oder gar zu Kaviar, Austern und Käse. Stets sollte Champagner gut gekühlt, bei etwa 10 Grad Celsius verköstigt werden. Zum Essen wird der edle Tropfen in Deutschland eher selten getrunken, dabei ist dies durchaus möglich. Champagner passt beispielsweise hervorragend zu Fisch in heller Buttersoße, Jakobsmuscheln oder auch zu Pilzen oder Trüffel. Auch ein Geflügelgericht mit hellen Soßen oder eine Gänseleberpastete lässt sich durch einen kühlen Champagner fein begleiten.

Tipp: Nutzen Sie den Champagner doch für ein eiskaltes vergnügen unserem Champagner Sorbet.

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